Kaffeemaschine Tchibo Cafissimo

Geschrieben am 24. September 2008 | Abgelegt unter Kapselmaschine

Kaffeemaschine Tchibo CafissimoHeute entdeckte ich zufällig die Tchibo Cafissimo, mit der neben Filterkaffee auch Espresso oder Caffè Crema mit Kapseln zubereitet werden kann. Da sie bei Preisvergleichern schon ab 69,00 Euro zu haben ist, wollte ich mich doch mal kurz näher mit ihr beschäftigen.
Die verfügbaren Berichte im weltweiten Netz sind wirklich außerordentlich zahlreich bei diesem Modell, was sicherlich auch auf die relativ günstige Anschaffung zurückzuführen ist. Und so viele Meinungen, wie es gibt, so sehr unterscheiden sie sich auch.

Die Kaffeemaschine verfügt über eine Brühdruckgruppe mit max. 15 bar Brühdruck. Für jede Kaffeesorte, also Espresso, Caffè Crema oder Filterkaffee kann man den Brühdruck zwischen hoch, mittel und niedrig selbst festlegen. Ebenfalls einstellen kann man die zulaufende Wassermenge, um die Stärke des Kaffees zu beeinflussen. Das geht aber leider nur in eine Richtung, und zwar in die falsche, die den Kaffee dünner macht. Wäre bei mir nicht im Einsatz :-) Allerdings las ich auch, dass der Kaffee wohl von Haus aus schon recht stark sei, was ein wenig verschreckte. Die Zubereitung von Milchschaum soll mit der seitlich angebrachten flexiblen Aufschäumdüse kein Problem sein. Die Unterstellgröße für Getränkebehälter ist variabel, um neben Espresso- auch Latte Macchiato-Gläser unterbringen zu können. Der Wassertank fasst 1,5 Liter und bereitete manchmal einige Probleme beim Herausnehmen und Wiedereinsetzen. Die verwendeten Kapseln sind genormt und damit problemlos gegen Kapseln anderer Hersteller austauschbar. Die Benutzung dieser Kapseln schlägt sich natürlich sofort im Preis des Kaffees nieder, der dann pro Tasse ca. 25 Cent kostet. Kürzlich machte eine Berechnung auf Arbeit es erforderlich, die Kosten pro Tasse Filterkaffee zu ermitteln. Ich bin auf etwa 12 Cent pro Pott Kaffee gekommen. Für Vieltrinker also nur bedingt ratsam. Leicht handhabbar soll auch die Entkalkung sein, indem man lediglich einen Tab im Wasserbehälter auflöst, eine Schüssel unter die Maschine packt und dann macht den Rest das Gerät wie von Zaubärhand allein. Weniger schön ist, dass die bis auf den Auffangbehälter nichts spülmaschinenfest ist und man die Teile per Hand nach jedem Gebrauch reinigen muss, damit sie nicht verkleben. Na prima, da will ich einen leichten Kaffee auf Knopfdruck und stelle mich danach Stunden in die Küche, um die Spuren zu beseitigen. Besonders extravagant sind die unterschiedlichen erhältlichen Farben der Tchibo Cafissimo.

Die Stiftung Warentest urteilte in der Ausgabe 12/2007 ebenfalls nur mit „befriedigend“ (2,6), weil der Espresso nicht überzeugte und beim Brühen recht viel Strom verbraucht wird. Im Juli 2008 wurden die Serviceleistungen einiger Kaffeemaschinenanbieter unter die Lupe genommen. Dabei schnitt die Cafissimo mit „sehr gut“ in den Bereichen Reparaturkosten und –dauer ab. In Bereich Kundenfreundlichkeit war der Service Testsieger und das Kriterium Rechnungsvollständigkeit kam bei der Cafissimo nicht zur Anwendung, da wohl das defekte Modell gegen ein neues problemlos umgetauscht wurde.

Fazit: Ich denke für Vieltrinker ist diese Maschine nicht zu empfehlen, da die Kosten so enorm in die Höhe schnellen, dass man sich über kurz oder lang den Vollautomaten kaufen kann. Der dann wahrscheinlich auch leichter zu reinigen ist. Aber wer zur Abwechslung und nebenbei und zum Genießen und überhaupt mal einen Kapselkaffee trinken will, für den ist diese Maschine sicherlich geeignet.

Ein Kommentar zu “Kaffeemaschine Tchibo Cafissimo”

  1. am 22. August 2011 um 2:37 pm 1.Doris schrieb …

    Die Cafissimo haben wir uns damals auch als Ersatz für unsere Senseo geholt und muss sagen, dass der Tausch auf jeden Fall ein guter war. Wir nutzen sie auch heute noch und da wir nicht zu den Vieltrinkern gehören, hat sich der Kauf für uns gelohnt und der Kaffee schmeckt auch ganz gut.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben