Mokka- oder Espressokocher für unterwegs

Geschrieben am 10. Februar 2009 | Abgelegt unter Sonstige Kaffeemaschinen

Espressokocher von Bialetti

Ich hatte heute das Vergnügen, einen nagelneuen Mokkakocher mit einzuweihen. Bei diesem weniger anmutig anmutenden Gerät handelt es sich um den Bialetti Moka Express 6.
Mädchen gehen auf Nummer sicher und lesen sich die Bedienungsanleitung vorher durch. Man fülle Wasser bis zu einer Linie im Inneren des unteren Gefäßes. Allerdings hat man es mit höherem Alter recht schwer, diese Linie als solche zu deuten. Dann fülle man Kaffee in einen kleinen Einsatz (nicht reinstopfen!), welcher in das mit Wasser gefüllte Gefäß kommt. Dann sieht man noch zu, dass nirgends mehr Kaffeepulver klebt, schraubt den Deckel oben auf (aber wieder Achtung: Nicht am Henkel abstützen, steht extra in der Anleitung, ich hab zwar keine Ahnung was da passiert, aber sicher ist sicher…). Dann kommt das Ganze auf einen Heizkörper, also entweder eine Herdplatte oder was auch immer man zur Verfügung hat. Der geneigte Camper kann das Teil sicherlich auch ins Feuer halten. Aber bestimmt nicht mit dem Henkel.
Dann irgendwann ist es soweit und wie durch Magie landet das Wasser vom unteren Teil des Kochers im oberen. Als Kaffee. Nun, die Anleitung spricht: Kochen Sie ein paarmal Kaffee und schütten Sie den Kaffee dann weg. Gesagt, getan. Auf Arbeit steht ja zum Glück genug Kaffee rum, da kann man schonmal experimentieren.
Dann wurde es erst richtig interessant. Das nasse Kaffeepulver rauskratzen, das Innere des Kaffeeauffangbeckens säubern, alles trocken bekommen für die nächste Füllung. Also insgesamt viel Aufwand für ein bisschen Kaffee. Viiiieeeel Aufwand… Irgendwann jedoch hat mans doch nicht mehr ausgehalten und musste endlich die feierliche Verkostung durchführen.
Tja, locker beschwingt befüllte ich meinen Kaffeepott mit Kaffeesahne, ausreichend für eine ordentliche Tasse Kaffee. Nichts da. Aus diesem Espressokocher oder Mokkakocher (oder was auch immer es nun genau ist) lassen sich sage und schreibe zwei halbe Kaffeepötte genieren. Naaa klasse. Wenn ich mir da überleg, dass ich früh schön frühstücken will, vielleicht noch zu zweit, dann diese Sauerei hab, und dann zu allem übel der Kaffee nicht reicht, würd ich lieber im Bett bleiben. Tja, und geschmacklich, nun ja, wir hatten ja nur das normale Kaffeepulver zur Verfügung, hat also insgesamt nach einem starken Kaffee geschmeckt. Einem sehr starken.
Wenn man nun allerdings vielleicht richtigen Espresso nimmt, richtige Espressotassen (die tatsächlich unverhältnismäßig klein für einen Kaffee sind), dann könnten da glatt sechs Tassen bei rauskommen. Aber der eigentliche Kaufgrund, das Teil mit zum Campen zu nehmen, kann meiner mengenorientierten Sichtweise entsprechend nicht zufriedenstellend gerechtfertigt werden. Und dann noch für 20 Euro.
Andere jedenfalls scheinen begeistert zu sein. Nun, ich denke ich werde kein Fan davon, aber ich geh ja auch nicht campen.

3 Kommentare zu “Mokka- oder Espressokocher für unterwegs”

  1. am 11. Februar 2009 um 9:08 am 1.Rasenfachmann schrieb …

    Hm, abwarten. Erstmal muss das richtige Verhältnis von Kaffeepulver zu Wasser ermittelt werden. Danach muss natürlich noch ein passendes Pülverchen her, das das Potenzial dieses Wundergeräts vollends ausreitzt. Noch ist also nicht der letzte Schluck getrunken :-) .

  2. am 19. Februar 2009 um 9:31 pm 2.Kevin schrieb …

    Bevor ich mir einen Kaffeevollautomat zugelegt hab, hab ich auch mal versucht, Espresso damit zuzubereiten. Funktionierte wunderbar, aber viel zu viel Dreck und Arbeit.

    Aber für Camper in Not sicherlich empfehlenswert!

  3. am 20. Februar 2009 um 12:11 am 3.Koffeintante schrieb …

    Für EINEN Camper in Not, ja :-)

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